CMS Roundup: MODX 3 und Markdown-Konvertierung

Die Auszeichnungssprache Markdown hat in den letzten Jahren enormen Aufwind bekommen und ist auch in der Welt der Content-Management-Systeme weit verbreitet: Sämtliche Static Site Generatoren arbeiten mit Markdown, so gut wie alle Flat-File-CMS nutzen Markdown und auch zahlreiche moderne Systeme wie Ghost oder OctoberCMS nutzen für die Inhalte Markdown.

Einer der Vorteile von Markdown ist die universelle Einsetzbarkeit. Gerade wenn die Markdown-Inhalte nicht in einer Datenbank gespeichert werden, sondern als Dateien vorliegen, lassens ich diese Dateien relativ einfach von einem System in das andere verschieben. Zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis gibt es einige Hürden:

  • Es gibt unterschiedliche Erweiterungen für Markdown, die nicht kompatibel sein müssen.
  • Es gibt unterschiedliche Restriktionen, beispielsweise sind in einigen Systemen HTML-Tags erlaubt, in anderen nicht.
  • Es gibt das Frontmatter, also die Meta-Daten, die von jedem System unterschiedlich gehandhabt werden.
  • Es gibt unterschiedliche Regeln für die Datei-Benennung.

Außerdem spielen nicht alle Systeme bei der einfachen Austauschbarkeit von Inhalten mit. Beispiel Ghost. Das System ermöglicht zwar einen Export der Markdown-Inhalte. Das Resultat sind allerdings keine Markdown-Dateien, sondern JSON-Dateien, mit denen ein Nutzer erst einmal nichts anfangen kann. Speziell für Ghost gibt es ein Node-Script, das die Umwandlung in Mardkown-Dateien erledigt. Anschließend muss man jedoch noch die Dateien umbenennen und das Frontmatter entsprechend der Logik des Ziel-Systems umschreiben.

Wenn das Content-Management-System keinen eigene Importer für das Ausgangssystem hat, dann bleibt bei der Content-Migration nur der Rückgriff auf solche externen Konvertierungs-Tools und eigener Scripte. Beispiele für solche Tools ist das Node-Script WordPress-Export-To-Markdown, das Script Turndown für die Konvertierung von HTML nach Markdown oder auch ein umgekehrter Weg von HTML/Markdown zu dem JSON-Format von Storyblok.

Die ungebundene Verwendung von Inhalten bleibt wohl auch mit Markdown Wunsch-Denken. Aber immerhin ist der Transport von Markdown-Dateien schon deutlich einfacher als die Migration anderer Formate aus Datenbanken.

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