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Der CMS Vergleich: Die besten Systeme finden

CMSstash beobachtet den Markt der Content Management Systeme und hilft bei einem CMS Vergleich. Und ein fundierter Vergleich wird immer wichtiger, denn die Systeme wandeln sich dramatisch. Während man vor einigen Jahren lediglich etablierte Systeme wie WordPress, TYPO3 oder Drupal bei einem CMS Vergleich berücksichtigt hat, ist das Angebot heute deutlich vielfältiger geworden: Newcomer wie Craft CMS punkten mit einer modernen Technologie und einer guten Usability. Flat File CMS wie Kirby und Statamic haben sich zu ausgereiften Alternativen für kleinere Webauftritte entwickelt. Die großen Enterprise CMS adaptieren regelmäßig neue Trends und mit den Headless CMS erobern inzwischen ganz neue Ansätze den Markt.

Bei mehreren 100 Content Management Systemen fällt der CMS Vergleich nicht leicht. Doch er lohnt sich, denn ein System entscheidet häufig über den Erfolg eines Web-Projekts und über die Produktivität ganzer Unternehmens-Bereiche. Hilfreich ist ein einfaches Grundverständnis, wie ein Content Management System funktioniert. Noch wichtiger ist jedoch die Grundregel, dass es nicht das beste CMS für alle Webseiten gibt, sondern nur einige passende CMS für eine individuelle Situation. Und je genauer man die Situation beschreibt und die Anforderungen an das CMS formuliert, desto leichter fällt am Ende die Wahl.

Einfache Webseiten

Gerade für einfache Webseiten wird durch die Dominanz weniger CMS fast immer eine unnötig komplexe Technologie eingesetzt. Das gilt für die meisten Webseiten von Privatleuten und auch für viele Webseiten von Selbständigen oder kleinen Unternehmen. Gerade für diesen Bereich haben sich in den letzten Jahren sehr viele gute Alternativen entwickelt.

Einen so genannten Static Site Generator kann man allerdings nur begrenzt zu diesen Alternativen rechnen, auch wenn die Static Site Generatoren in der Entwickler-Szene seit Jahren sehr beliebt sind. Das erforderliche technische Know How zur Bedienung eines Static Site Generators hat bislang ein Überschwappen in den nicht-technischen Mainstream verhindert. Generatoren wie Lektor, die zumindest eine rudimentäre Autorenoberfläche bieten, sind derzeit noch die Ausnahme. Recht vielversprechend sind jedoch Online-CMS wie Forestry.io, die eine webbasierte Autorenoberfläche für Static Site Generatoren liefern. Auch Desktop-Anwendungen wie Mobirise oder Publii greifen das Konzept der statischen Webseiten auf, richten sich jedoch mit einer vollwertigen CMS Oberfläche explizit an technische Laien. Der große Pluspunkt von statischen Webseiten ist ihre unschlagbare Performance und die sehr hohe Sicherheit.

Eine Alternative können auch kleine Scripte und Remote-Dienste bieten, mit denen sich statische Webseiten nachträglich editieren lassen. Die Möglichkeiten sind allerdings auf kleinere Änderung bestehender HTML-Seiten begrenzt. Eine echte Seitenverwaltung ist mit diesen Tools nicht möglich.

Die vielleicht beste Alternative für einfache Webseiten bieten die jungen Flat File CMS. Flat File Systeme verzichten auf Datenbanken und sind schlank, einfach in der Anwendung und dennoch enorm flexibel in der Entwicklung. Neben dem beliebten Pionier Kirby haben sich in den letzten Jahren das kleine Enterprise-CMS Statamic und das Open Source System Grav etabliert. Gerade Kirby und Statamic bieten zudem eine hervorragende Usability. Und wem Grav in dieser Hinsicht nicht gefällt, sollte das sehr gute und einfache CMS Bludit mal testen.

Webseiten für den Mittelstand

Für komplexere Webseiten, wie sie im größeren Mittelstand häufig nachgefragt werden, kann man den Einsatz der bekannten CMS wie WordPress, Drupal, TYPO3 oder Joomla noch am ehesten rechtfertigen. Denn die Systeme haben sich über viele Jahre bewährt. Doch auch für diesen Einsatzbereich gibt es zahlreiche Alternativen und vor allem viele jüngere CMS, die in Sachen Usability und moderner Technik punkten.

Shooting-Star dürfte das junge Craft CMS sein, das auch für den E-Commerce einiges zu bieten hat. Craft CMS ist im Umfeld von ExpressionEngine entstanden und wirkt in vieler Hinsicht wie der große Bruder des kleineren Flat-File-CMS Statamic. Weitere Kandidaten für den Mittelstand sind das jüngere System OctoberCMS. Auch Sulu, Bolt und PageKit oder die etablierteren Systeme Redaxo, Neos oder Contao machen in so einem CMS Vergleich Sinn. Wenn man die PHP-Welt verlässt, stößt man beispielsweise auf Python-Systeme wie Wagtail oder Django-CMS, wobei gerade Django CMS mit einem ausgesprochen leichten und nutzerfreundlichen Autorenkonzept punktet.

Enterprise CMS

Große Unternehmen und Konzerne stellen meist sehr komplexe Anforderungen an ein Content Management System. Es gibt nur gut ein Dutzend Enterprise CMS, die solche Anforderungen erfüllen können. Zu den festen Größen im Big Business gehören Adobe AEM, CoreMedia, FirstSpirit, Liferay, Bloomreach, CrownPeak, Episerver, SiteCore und einige mehr. Die Branche der Enterprise CMS ist geprägt von vielen Trends, technischen Neuerungen und einem permanenten Wandel.

Den größten Trend der letzten Jahre haben zweifelsfrei die neuen Headless CMS losgetreten. Viele der jüngeren Headless CMS sind Cloud-Dienste, die sich auch für einfache Webseiten und Mittelständler anbieten. Das größte Potenzial dürfte jedoch im Enterprise-Bereich schlummern, denn im komplexen Umfeld kann die Flexibilität dieser neuen CMS Architektur voll zur Geltung kommen. Entsprechend sind viele traditionellere Enterprise Content Management Systeme schon längst auf den Zug aufgesprungen und bieten neben Cloud-Varianten auch Headless-Installationen an. Aber auch neue Headless CMS wie GraphQL, Gentics Mesh, Storyblok oder Superdesk schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden.

Wie jeder neue Hype birgt auch der Headless-Trend neben den Chancen eine Gefahr. Und zwar die Gefahr hoher Aufwände, wenn durch pauschale Beurteilungen zu einem Headless-System gegriffen wird, auch wenn die naheliegende Lösung ein klassisches CMS gewesen wäre. Bei der Auswahl eines CMS sollte man daher trotz des Hypes um Headless einen kühlen Kopf bewahren und die verschiedenen Optionen systematisch vergleichen.

Warum der CMS Vergleich lohnt

Man sieht: Das Angebot ist komplex und ein sinnvoller CMS Vergleich nicht immer einfach. Zumal viele Verfechter einzelner Systeme gerne das Argument ins Feld führen, dass sich mit jedem modernen CMS so gut wie alle Anforderungen erfüllen lassen. Was nicht passt, wird eben passend gemacht, daher ist die Wahl des CMS nach dieser Argumentation zweitrangig.

Auch wenn die Argumente auf den ersten Blick verfangen, verkennen sie einen zentralen Punkt: Der Erfolg eines neuen CMS hängt ganz wesentlich von der Akzeptanz der Anwender ab. Entscheidend ist nicht, ob ein CMS irgendwie funktioniert, sondern wie gut es die Anwender in ihrer Arbeit unterstützt. Nur dann tritt der berühmte Return on Investment ein. Im anderen Fall sind Content Management Systeme lediglich Kostenträger, die durch umständliche Klickstrecken, hohe Wartungsaufwände oder Sicherheitslücken die Produktivität verhindern. Daher zahlt sich die oft mühsame Suche nach einem passenden CMS früher oder später immer aus.

Wer die Mühen eines CMS-Vergleichs nicht scheut, der findet auf CMSstash zahlreiche Übersichten zu den verschiedensten CMS-Kategorien wie Open Source CMS, Cloud CMS, Enterprise CMS, Flat-File-CMS und auch Headless CMS. Zusätzlich gibt es mehrere Dutzend Reviews einzelner Content Management Systeme, sortiert nach Programmier-Sprachen wie PHP, Java, Python und JavaScript. Wem das nicht reicht, der kann auch eine individuelle Beratung beauftragen.